CO₂-Bilanz erstellen: Leitfaden & Beratungsservice
- CO₂-Bilanzen erfassen sämtliche Treibhausgasemissionen eines Unternehmens, Produkts oder einer Aktivität – gemessen in CO₂e, gemäß GHG Protocol und ISO 14064/67.
- Sie sind Grundlage für Dekarbonisierung, Nachhaltigkeitsberichte (z. B. CSRD) und strategische Entscheidungen.
- Die Bilanzierung unterscheidet Scope 1–3 (direkte & indirekte Emissionen); Scope 3 (Lieferkette) ist meist der komplexeste Teil.
- Digitale Tools und Software-Lösungen helfen bei der schnellen und standardkonformen Bilanzierung – wichtig: Datenqualität und Automatisierung.
- Effizienzsteigerungen, erneuerbare Energien, Kreislaufwirtschaft und Insetting sind zentrale Hebel zur Emissionsreduktion. Kompensation immer nur als letzte Option.
- Die häufigsten Fehler: Lücken bei Scope 3, veraltete Emissionsfaktoren und unklare Kommunikation.
- Siehe unten: FAQ, Methoden-Vergleich und Tool-Tipps für die CO₂-Bilanzierung.
Was ist eine CO₂-Bilanz?
Die CO₂-Bilanz – auch als Carbon Footprint oder Kohlenstoffbilanz bezeichnet – zeigt auf, wie viel Kohlendioxid (CO₂) und andere Treibhausgase (z. B. Methan, Lachgas) durch eine Aktivität, ein Produkt oder ein Unternehmen direkt und indirekt verursacht werden. Die Ergebnisse werden in CO₂-Äquivalenten (CO₂e) gemessen, um die Klimawirkung verschiedener Gase vergleichbar zu machen.
Die CO₂-Bilanz basiert auf anerkannten Standards wie dem Greenhouse Gas Protocol oder ISO-Normen (z. B. ISO 14064, ISO 14067) und kann für Produkte, Organisationen oder Aktivitäten erstellt werden. Sie schafft Transparenz über Umweltwirkungen und bildet die Grundlage für strategische Entscheidungen, Dekarbonisierungsmaßnahmen und die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen.
Unterschied zu ähnlichen Begriffen
- CO₂-Fußabdruck: Wird häufig synonym verwendet, insbesondere im produktbezogenen Kontext. Mehr dazu: LCA vs. Product Carbon Footprint
- Klimabilanz: Meist umfassender und beinhaltet neben CO₂e auch andere Umweltwirkungen wie Wasserverbrauch, Landnutzung oder Biodiversität (Life Cycle Assessment, LCA).
- Treibhausgasbilanz: Ein technisch präziser Begriff, der vor allem in wissenschaftlichen und regulatorischen Zusammenhängen verwendet wird und alle relevanten Treibhausgase umfasst.
Achtung: Viele Standard-Tools und Reports nutzen nur CO₂e100. Wer in der Lieferkette mit Methan-Emissionen zu tun hat, sollte beide Werte im Blick behalten – gerade bei internationalen Partnern.
CO2 Bilanz erstellen: Praktischer Leitfaden 2025
Die CO2 Bilanz wird 2025 zum unverzichtbaren Instrument für Unternehmen. Mit steigenden CO2-Preisen und neuen Anforderungen durch die Sustainability Reporting Directive CSRD ist die systematische Erfassung von Emissionen entscheidend. Dieser Leitfaden zeigt, wie Unternehmen eine professionelle CO2 Bilanz erstellen können.
Das EU-Omnibus-Paket bringt Erleichterungen: Die Berichtspflicht verschiebt sich um zwei Jahre, Unternehmen mit bis zu 750 Mitarbeitenden können 2025-2026 auf Scope-3-Angaben verzichten. Trotzdem fordern Banken und Investoren zunehmend belastbare Klimadaten – eine CO Bilanz wird zum Standard.
Eine fundierte CO 2 Bilanz erfasst alle relevanten Emissionen – von direkten Emissionen aus eigenen Anlagen bis zu Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Die Bilanzierung basiert auf dem Greenhouse Gas Protocol und umfasst drei Scopes.
Was ist eine CO2 Bilanz?
Eine CO2 Bilanz erfasst systematisch alle Treibhausgase von Unternehmen, Produkten oder Organisationen. Die Bilanzierung basiert auf Standards und internationalen Richtlinien. Dabei werden nicht nur CO2-Emissionen, sondern alle Treibhausgase in CO 2 Äquivalente umgerechnet.
Corporate Carbon Footprint vs. Product Carbon Footprint
Der Corporate Carbon Footprint erfasst alle Emissionen von Unternehmen über einen Zeitraum. Der Product Carbon Footprint analysiert Emissionen einzelner Produkte über den gesamten Lebenszyklus – von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung. Beide Ansätze nutzen die Bilanz als Grundlage für den Klimaschutz.
Die drei Scopes in der CO Bilanz
Die CO 2 Bilanz strukturiert Emissionen in drei Bereichen:
- Scope 1: Direkte Emissionen aus eigenen Quellen von Unternehmen – Heizung, Fuhrpark, Produktion
- Scope 2: Indirekte Emissionen aus zugekauftem Strom, Wärme oder Kälte
- Scope 3: Weitere indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette – Lieferanten, Geschäftsreisen, Produktnutzung
Wie schreibt man CO₂-Bilanz?
Gebräuchlich sind verschiedene Schreibweisen: CO2 Bilanz, CO 2 Bilanz, CO Bilanz oder CO2-Bilanz. Fachlich korrekt ist die Verwendung von CO Äquivalente, da neben CO 2 auch Methan und Lachgas erfasst werden. Diese CO 2 Äquivalente machen verschiedene Treibhausgase vergleichbar und ermöglichen einen umfassenden Überblick über die Klimawirkung.
Warum ist die CO Bilanz wichtig?
Die CO2 Bilanz entwickelt sich vom freiwilligen Instrument zum strategischen Must-have für Unternehmen in allen Bereichen.
Regulatorische Anforderungen
Die Corporate Sustainability Reporting Directive verpflichtet Unternehmen zur Bilanzierung und Offenlegung ihrer Emissionen. Diese Pflicht betrifft zunehmend mehr Unternehmen. Auch mit Erleichterungen bleibt der Trend klar: Transparenz über Emissionen wird Standard in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit.
Wirtschaftliche Relevanz
CO2-Preise machen Emissionen zum echten Kostenfaktor:
- Nationaler CO2-Preis: 55 €/t ab 2025
- EU-ETS: ca. 85 €/t
- Gesellschaftliche Kosten: 237 €/t
Eine präzise CO 2 Bilanz identifiziert Potenziale zur Kostenreduktion durch einen systematischen Prozess der Analyse.
Lieferkettenanforderungen
Immer mehr Unternehmen fordern von Lieferanten belastbare Klimadaten. Eine professionelle CO Bilanz wird zur Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen. Die Bilanzierung schafft Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen in allen Bereichen.
Finanzierung durch Banken
Banken integrieren Klimarisiken in ihre Kreditvergabe. Investoren fordern detaillierte Daten als Teil der ESG-Due-Diligence. Eine fundierte CO2 Bilanz verbessert den Zugang zu Kapital – ein wichtiger Hebel für die Finanzierung.
Klimaschutz und Dekarbonisierung
Ohne CO 2 Bilanz keine Dekarbonisierung: Nur wer Emissionen kennt, kann sie reduzieren. Die Bilanzierung identifiziert Hotspots, ermöglicht Fortschrittsmessung und bildet die Grundlage für Klimaschutz-Ziele in Unternehmen.
Wer muss eine CO2-Bilanz erstellen?
Berichtspflicht nach CSRD
Die Pflicht zur CO Bilanz betrifft bestimmte Unternehmen:
- Große Unternehmen: Ab 2027/2028 (nach Omnibus verschoben)
- Kapitalmarktorientierte KMU: Ab 2028/2029
- Neue Schwellenwerte: >1.000 Mitarbeitende, >50 Mio. € Umsatz
Diese Pflicht erfordert einen strukturierten Prozess zur Erstellung der Bilanz mit Know-how in allen relevanten Bereichen.
Indirekte Betroffenheit
Auch Unternehmen ohne direkte Pflicht müssen häufig eine CO2 Bilanz erstellen:
- Als Zulieferer pflichtiger Unternehmen
- Auf Anforderung von Großkunden
- Bei Ausschreibungen mit Nachhaltigkeits-Kriterien
- Für Finanzierungen durch Banken mit ESG-Anforderungen
Die CO 2 Bilanz wird faktisch zur Voraussetzung für die Geschäftstätigkeit in vielen Bereichen.
Freiwillige Bilanzierung
Viele Unternehmen erstellen freiwillig eine CO Bilanz zur Vorbereitung auf Pflichten, für Zertifizierungen oder als Grundlage für Klimaschutz-Strategien. Dieser Schritt verschafft einen Überblick über alle Emissionen.
Aktuelle Entwicklungen 2025
Stop-the-Clock-Regelung
Die Berichtspflicht wurde verschoben:
- Große Unternehmen: von 2026 auf 2027/2028
- Kapitalmarktorientierte KMU: von 2026/2027 auf 2028/2029
- Nicht-EU-Unternehmen: von 2028/2029 auf 2029/2030
Diese Verschiebung gibt Unternehmen mehr Zeit für die Erstellung einer professionellen CO2 Bilanz und den Aufbau der erforderlichen Datenstrukturen.
Neue Schwellenwerte
Die EU schlägt vor, die Pflicht nur noch auf Unternehmen anzuwenden mit >1.000 Mitarbeitenden, >50 Mio. € Umsatz und >25 Mio. € Bilanzsumme. Dies reduziert die Zahl direkt pflichtiger Unternehmen – ändert aber nichts am Trend zur CO 2 Bilanz als Standard.
Scope-3-Erleichterungen
Unternehmen mit ≤750 Mitarbeitenden können 2025-2026 auf Scope-3-Angaben bei der CO Bilanz verzichten. Diese Regelung gilt nur für die Pflicht zur Berichterstattung, nicht für alle Anforderungen von Banken oder Kunden.
Aktualisierte Emissionsfaktoren
Für die Bilanzierung stehen aktualisierte Emissionsfaktoren zur Verfügung: BAFA-Infoblatt (Version 3.3, Mai 2025) und UBA-Standardliste (geplant Herbst 2025). Diese sind essentiell für einen präzisen CO2 Fußabdruck.
Wie wird eine CO Bilanz berechnet?
Schritt 1: Systemgrenzen definieren
Der erste Schritt jeder CO2 Bilanz ist die Definition der Systemgrenzen: Welche Standorte von Unternehmen werden einbezogen? Welcher Zeitraum wird betrachtet? Diese Frage ist grundlegend für die Bilanzierung und erfordert einen klaren Prozess.
Schritt 2: Datenerfassung in allen Bereichen
Für alle Scopes müssen relevante Daten erfasst werden:
- Scope 1: Verbrauch fossiler Brennstoffe (Heizung, Fuhrpark)
- Scope 2: Bezogener Strom, Fernwärme, Dampf
- Scope 3: Einkaufsvolumen, Reisedaten, Logistik, Abfall
Die Erfassung der Daten ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem vollständigen CO 2 Fußabdruck.
Schritt 3: Emissionsfaktoren auswählen
Daten werden mit Emissionsfaktoren multipliziert. Spezifische Faktoren sind besser als generische. Die Wahl beeinflusst die Qualität der CO Bilanz erheblich. Alle Treibhausgase werden umgerechnet für einen präzisen CO2 Fußabdruck.
Schritt 4: Berechnung durchführen
Die Bilanzierung folgt der Formel: Emissionen = Daten × Emissionsfaktor. Diese Berechnung ist Standard und wird von Unternehmen weltweit genutzt. Der Prozess erfordert systematisches Vorgehen in allen Bereichen.
Schritt 5: Aggregation und Reporting
Die berechneten Emissionen werden nach Scopes strukturiert. Das Ergebnis ist die CO2 Bilanz – typischerweise in Tonnen CO 2 pro Jahr. Dieser Überblick ermöglicht strategische Entscheidungen zur Reduktion.
Scope 3: Größte Herausforderung
Scope 3 umfasst 15 Kategorien. Die größte Herausforderung für Unternehmen: Datenverfügbarkeit von Lieferanten, Abgrenzung relevanter Kategorien, Vermeidung von Doppelzählungen. Die Bilanzierung von Scope 3 erfordert einen strukturierten Prozess mit erheblichem Aufwand.
CO2-Rechner für einen schnellen Überblick
Erste Schätzung der CO Bilanz:
Tools und Software für die CO Bilanzierung
Moderne Software erleichtert die CO2 Bilanz für Unternehmen erheblich. Die Auswahl reicht von kostenlosen Rechnern bis zu vollautomatisierten Plattformen für die CO Bilanzierung in allen Bereichen.
Tool-Kategorien
- Kostenlose Rechner: Für erste Schätzungen der Bilanz
- Bilanzierungssoftware: Dedizierte Plattformen (Plan A, Persefoni, Multiplye)
- ERP-integriert: Carbon-Accounting in bestehenden Systemen für einen effizienten Prozess
- LCA-Software: Für detaillierte Analysen von Produkten über die Herstellung
Auswahlkriterien für einen optimalen Prozess
Bei der Toolwahl für die CO 2 Bilanz sollten Unternehmen prüfen:
- Scope-Abdeckung: Werden alle Bereiche unterstützt?
- Datenintegration: Anbindung an ERP-Systeme für einen effizienten Prozess?
- Standards-Konformität: Unterstützung internationaler Richtlinien?
- Emissionsfaktoren: Aktualität der Datenbanken für einen präzisen CO2 Fußabdruck?
- Audit-Fähigkeit: Dokumentation für externe Prüfung und Zertifizierungen?
Was kostet eine CO2-Bilanzierung?
Die Kosten für eine CO Bilanz variieren je nach Ansatz und Aufwand:
- DIY mit Tools: 0-500 € (nur interner Aufwand)
- Software: 2.000-25.000 €/Jahr
- Beratungsunterstützt: 5.000-50.000 € für einen vollständigen Prozess der Erstellung
- Vollständig ausgelagert: 15.000-100.000 € für komplexe Unternehmen mit erheblichem Aufwand
Der Aufwand rechnet sich durch identifizierte Potenziale zur Kostenreduktion und einen strukturierten Weg zur Klimabilanz.
Standards und Richtlinien für die Bilanzierung
Greenhouse Gas Protocol als Grundlage
Das Greenhouse Gas Protocol ist der weltweit verbreitetste Standard für die CO2 Bilanz. Es definiert die Bilanzierung in Scopes und wird von Unternehmen weltweit genutzt. Das Greenhouse Gas Protocol bietet verschiedene Standards für unterschiedliche Bereiche:
- Corporate Standard: Für den Corporate Carbon Footprint von Unternehmen
- Scope 3 Standard: Für indirekte Emissionen in allen Bereichen
- Product Standard: Für den Product Carbon Footprint einzelner Produkte
Diese Standards sind die Grundlage für einen strukturierten Prozess zur Erstellung der Bilanz.
ISO-Normen für Zertifizierungen
Die ISO 14064-Serie ergänzt die Standards und bietet einen Rahmen für Zertifizierungen. Diese Norm ist relevant für Unternehmen, die ihre CO 2 Bilanz extern verifizieren lassen möchten – eine wichtige Voraussetzung für Glaubwürdigkeit.
CSRD und ESRS als neue Regularien
Die Regularien definieren Anforderungen für europäische Unternehmen. Die European Sustainability Reporting Standards konkretisieren die Bilanzierung in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit. Diese Vorgaben sind Grundlage für die Pflicht zur Berichterstattung.
Science Based Targets für Klimaschutz-Ziele
Die SBTi hilft Unternehmen, wissenschaftsbasierte Ziele zu definieren. Voraussetzung ist eine vollständige CO Bilanz mit systematischer Erfassung aller relevanten Emissionen – ein strukturierter Prozess zur Erstellung ist essentiell.
Maßnahmen zur Reduktion der CO Bilanz
Die CO2 Bilanz ist Grundlage für wirksamen Klimaschutz. Nur wer Emissionen kennt, kann sie durch gezielte Maßnahmen reduzieren.
1. Energie-Effizienz steigern
Quick Wins für Unternehmen:
- LED-Beleuchtung und intelligente Steuerung
- Optimierung von Produktionsprozessen
- Wärmerückgewinnung zur Reduktion des Energiebedarfs
Diese Maßnahmen verbessern die CO 2 Bilanz und senken den Strom-Verbrauch.
2. Erneuerbare Energie nutzen
Umstellung auf grünen Strom reduziert Emissionen direkt:
- Strombezug mit Herkunftsnachweisen
- Power Purchase Agreements für langfristige Energie-Versorgung
- Eigene PV-Anlagen zur Reduktion der Bilanz
3. Mobilität dekarbonisieren
Transport ist oft wesentlicher Faktor in der CO Bilanz:
- Fuhrpark elektrifizieren
- ÖPNV und Bahn fördern
- Homeoffice-Regelungen zur Reduktion von Pendelverkehr
4. Lieferkette optimieren
Die größten Emissionen liegen oft in Scope 3:
- Lieferantenauswahl nach CO 2-Kriterien
- Insetting: Investitionen in Dekarbonisierung
- Materialsubstitution für nachhaltige Produkte
Die Optimierung der Lieferkette erfordert einen strukturierten Prozess mit erheblichem Aufwand, bietet aber große Potenziale für die CO2 Bilanz.
5. Product Carbon Footprint optimieren
Für produzierende Unternehmen lohnt die Analyse einzelner Produkte:
- Design for Environment in der Herstellung
- Lebenszyklusanalysen für Hotspot-Identifikation
- Kreislaufwirtschaft: Langlebige Produkte entwickeln
Der Product Carbon Footprint gibt Aufschluss über die Klimawirkung einzelner Produkte und zeigt den Weg zur Optimierung.
6. Kompensation als letzter Schritt
Unvermeidbare Emissionen können über Klimaschutz-Projekte kompensiert werden. Wichtig: Kompensation ersetzt niemals Reduktion in der CO 2 Bilanz. Zertifizierungen garantieren Qualität der Projekte.
Wie kann ich eine CO₂-Bilanz einfach erklären?
Eine CO2 Bilanz lässt sich in drei Punkten erklären:
- Was wird gemessen? Alle Treibhausgase – umgerechnet in CO 2
- Wie wird gemessen? Durch einen systematischen Prozess in drei Scopes
- Wozu dient sie? Als Grundlage für Klimaschutz und Berichterstattung
Vereinfachte Analogie
Die CO Bilanz ist wie eine Buchhaltung – nur dass statt Euros die Emissionen erfasst werden. Die Bilanzierung braucht klare Grenzen, systematische Erfassung der Daten und standardisierte Berechnung. Dieser Prozess gibt einen Überblick über alle Emissionen in allen Bereichen.
Häufige Missverständnisse zur CO Bilanz
- Missverständnis: „Die Bilanz erfasst nur CO 2" → Alle Treibhausgase werden umgerechnet
- Missverständnis: „Nur direkte Emissionen zählen" → Auch indirekte Emissionen sind relevant
- Missverständnis: „Nur für Großkonzerne" → Auch KMU profitieren vom Prozess
Diese Frage stellen viele Unternehmen auf dem Weg zur Klimabilanz. Ein strukturierter Prozess mit dem nötigen Know-how schafft Klarheit.
Praxisbeispiel: CO Bilanz eines Beratungsunternehmens
Meine CO 2 Bilanz 2024: 1,77 t CO 2
Als Nachhaltigkeitsberater erfasse ich meine CO Bilanz laufend. Dieser Prozess gibt mir einen klaren Überblick.
Aufschlüsselung nach Bereichen
- Software & IT: 420 kg (24%)
- Externe Services: 505 kg (28%)
- Büro: 369 kg (21%)
- Marketing: 278 kg (16%)
- Mobilität: 195 kg (11%)
Kosten meiner Emissionen
- Schadenskosten (237 €/t): 420 €/Jahr
- EU-ETS (85 €/t): 150 €/Jahr
- Premium-Kompensation (120 €/t): 212 €/Jahr
Besonderheiten der Bilanz
- Scope 1: 0 kg (kein Firmenwagen)
- Scope 2: 0 kg (100% Ökostrom)
- Scope 3: 100% der Emissionen
- Mobilität: Nur Bahn, ÖPNV, Fahrrad
Learnings aus dem Prozess
- Automatisierung spart Aufwand bei der Bilanzierung
- Auch Dienstleister haben relevante Emissionen
- Transparenz schafft Vertrauen
- Start mit unvollständiger Bilanz ist besser als warten
Dieser Prozess zur Erstellung der Bilanz liefert mir einen klaren Überblick über alle Emissionen und zeigt den Weg zur Klimaneutralität.
Häufige Fragen zur CO Bilanz
Was ist eine CO2 Bilanz?
Eine CO2 Bilanz erfasst systematisch alle Treibhausgase von Unternehmen, Organisationen oder Produkten. Die Bilanzierung erfolgt durch einen strukturierten Prozess und umfasst alle Scopes. Alle Treibhausgase werden umgerechnet für einen vollständigen CO2 Fußabdruck.
Wer muss eine CO2-Bilanz erstellen?
Direkt betroffen sind Unternehmen unter der Pflicht zur Berichterstattung (>1.000 Mitarbeitende). Indirekt betroffen sind viel mehr Unternehmen: als Zulieferer, auf Kundenanforderung, für Finanzierungen durch Banken. Die CO Bilanz wird zum Standard in allen Bereichen.
Was kostet eine CO2-Bilanzierung?
Die Kosten für eine CO 2 Bilanz variieren je nach Aufwand: Software-Lösungen (2.000-25.000 €/Jahr), beratungsunterstützte Bilanzierung (5.000-50.000 €) oder vollständig ausgelagert (15.000-100.000 € für komplexe Unternehmen). Der Aufwand hängt von den Bereichen ab.
Wie schreibt man CO₂-Bilanz?
Gebräuchlich sind: CO2 Bilanz, CO 2 Bilanz, CO Bilanz. Diese Schreibweisen sind alle korrekt. Fachlich präzise ist die Verwendung von CO 2, da neben CO 2 auch andere Treibhausgase erfasst werden.
Was ist der Unterschied zwischen den Scopes?
Scope 1 umfasst direkte Emissionen (Heizung, Fuhrpark). Scope 2 erfasst indirekte Emissionen aus Strom und Energie. Scope 3 umfasst weitere indirekte Emissionen in allen Bereichen. Diese Einteilung ist Standard für die Bilanzierung.
Wie kann ich eine CO₂-Bilanz einfach erklären?
Eine CO Bilanz ist wie eine Buchhaltung für Treibhausgase: Sie erfasst systematisch alle Emissionen – vom Heizen über Strom bis zur Lieferkette. Der Prozess gibt einen Überblick. Das Ergebnis wird in CO 2 angegeben und ist Grundlage für Klimaschutz.
Welche Software für die CO Bilanzierung?
Für eine professionelle CO2 Bilanz eignen sich Tools wie Plan A, Persefoni oder Multiplye. Diese unterstützen die CO Bilanzierung durch einen strukturierten Prozess für Unternehmen in allen Bereichen.
Was sind CO 2 Äquivalente?
CO 2 Äquivalente machen alle Treibhausgase vergleichbar. Methan oder Lachgas haben stärkere Klimawirkung als CO 2 und werden mit Faktoren umgerechnet. So kann die Bilanzierung in einer Kennzahl dargestellt werden – der CO2 Bilanz in Tonnen CO 2.
Muss ich Scope 3 bilanzieren?
Unternehmen mit ≤750 Mitarbeitenden können 2025-2026 auf Scope-3 verzichten bei der Pflicht zur Berichterstattung. Allerdings fordern Kunden, Banken und Standards oft vollständige Daten für die CO 2 Bilanz in allen Bereichen.
Was ist der Corporate Carbon Footprint?
Der Corporate Carbon Footprint ist die CO Bilanz von Unternehmen über einen Zeitraum. Er umfasst alle Emissionen in allen Scopes und Bereichen. Im Gegensatz dazu betrachtet der Product Carbon Footprint nur Emissionen einzelner Produkte.
Wie oft muss ich eine CO Bilanz erstellen?
Für pflichtige Unternehmen ist die CO2 Bilanz jährlich zu erstellen. Auch ohne Pflicht empfiehlt sich jährliche Bilanzierung durch einen strukturierten Prozess, um Fortschritte im Klimaschutz messbar zu machen.
Was ist das Greenhouse Gas Protocol?
Das Greenhouse Gas Protocol ist der weltweit verbreitetste Standard für die CO Bilanz. Es definiert die Bilanzierung in Scopes und ist Grundlage für Unternehmen weltweit. Das Greenhouse Gas Protocol bietet Standards für verschiedene Bereiche.
Was ist der Product Carbon Footprint?
Der Product Carbon Footprint erfasst alle Emissionen einzelner Produkte über den Lebenszyklus – von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung. Er ergänzt die unternehmensweite CO2 Bilanz um produkt-spezifische Daten.
Wie reduziere ich Emissionen?
Emissionen lassen sich durch gezielte Maßnahmen reduzieren: Effizienzsteigerung, Umstellung auf erneuerbare Energie, Dekarbonisierung der Mobilität. Grüner Strom verbessert die CO 2 Bilanz direkt. Dieser Weg erfordert einen systematischen Prozess.
Was ist Treibhausgasbilanzierung?
Treibhausgasbilanzierung ist der systematische Prozess der Erfassung, Berechnung und Berichterstattung von Emissionen. Sie umfasst alle Treibhausgase, die umgerechnet werden. Das Ergebnis ist die CO Bilanz – Grundlage für Klimaschutz.
Kann ich meine Bilanz kompensieren?
Ja, unvermeidbare Emissionen können über Projekte mit Zertifizierungen kompensiert werden. Wichtig: Kompensation ist immer der letzte Schritt nach konsequenter Reduktion in der CO2 Bilanz. Dieser Weg erfordert sorgfältige Auswahl.
Was sind die Regularien?
Die Regularien umfassen die Pflicht zur Berichterstattung für Unternehmen – einschließlich einer detaillierten CO Bilanz. Die Bilanzierung erfolgt nach Standards. Diese Vorgaben sind Grundlage für die Pflicht und betreffen alle Bereiche.
Was ist Klimaschutz in Unternehmen?
Klimaschutz in Unternehmen umfasst alle Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen in allen Bereichen. Die Grundlage bildet eine systematische CO2 Bilanz durch einen strukturierten Prozess, die Hotspots identifiziert und den Weg weist.
Was sind indirekte Emissionen?
Indirekte Emissionen entstehen außerhalb von Unternehmen, werden aber durch deren Geschäftstätigkeit verursacht. Sie umfassen Scope 2 (Energie) und Scope 3 (Wertschöpfungskette). In vielen Bereichen machen sie über 80% der CO Bilanz aus.
Wie hilft eine Bilanz beim Klimaschutz?
Eine CO2 Bilanz macht Emissionen transparent, identifiziert Hotspots, ermöglicht Priorisierung von Maßnahmen und misst Fortschritt. Dieser Prozess gibt einen Überblick über alle Bereiche. Ohne systematische Bilanzierung bleibt Klimaschutz ungesteuert.
Quellen zur CO Bilanz
- Greenhouse Gas Protocol (2024): Corporate Accounting Standard
- Europäische Kommission (2025): Regularien und Omnibus-Paket
- BAFA (Mai 2025): Infoblatt CO2-Faktoren Version 3.3
- Umweltbundesamt (2024): Methodenkonvention 4.0 – 237 €/t Schadenskosten
- Science Based Targets initiative (2024): Net-Zero Standard
- ISO (2018): ISO 14064-1:2018 – Treibhausgasbilanzierung
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