Von Johannes Fiegenbaum am 19.07.25, 13:25 · Zuletzt aktualisiert 19. Oktober 2026
Dieser Artikel ist Teil meiner Klimaszenarien-Serie. Die Grundlagen beider Frameworks und ihre Kombination stehen in der Komplettanleitung für die Klimarisikoanalyse.
Welches einzelne Szenario du wählst, ist die falsche Frage. Eine Klimarisikoanalyse mit nur einem Pfad ist formal sauber und strategisch wertlos, weil sich die Szenarien bis Mitte des Jahrhunderts in ihren Medianen stark überlappen. Was zählt, ist die Spannweite. Für deutsche Standorte rechne ich in der Praxis diese drei, und zwar über ihre hochaufgelösten RCP-Entsprechungen, weil EURO-CORDEX die SSP-Läufe noch nicht in 12,5 km-Auflösung liefert:
| Szenario (RCP-Entsprechung) | Erwärmung bis 2100 | Charakter | Hauptrisiko | Wann du es brauchst |
|---|---|---|---|---|
| SSP1-2.6 (RCP 2.6) | rund 1,8 °C | Paris-aligned, Nettonull in der zweiten Jahrhunderthälfte | Hohe Transitionsrisiken | Um Transitions- und Regulierungsdruck abzubilden |
| SSP2-4.5 (RCP 4.5) | rund 2,7 °C | Realistisches Mittelszenario | Physisch und transitorisch ausgewogen | Als Baseline für die mittelfristige Planung, in meinen Projekten der übliche Planungsfall |
| SSP5-8.5 (RCP 8.5) | rund 4,4 °C | Fossiler Worst Case | Sehr hohe physische Risiken | Für den Stresstest langlebiger Infrastruktur und akute Standortrisiken |
Ein „richtiges“ Szenario gibt es nicht, das ist methodisch gar nicht vorgesehen. Bei langlebiger Infrastruktur ist nicht der Median die relevante Zahl, sondern das 85. Perzentil des hohen Emissionspfads. Wer dort nur einen Mittelwert berichtet, unterschätzt das Risiko systematisch.
Stand: September 2026. Zurückgezogen ist SSP5-8.5 nicht, verschoben hat sich seine Rolle. Für den siebten Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC und den zugehörigen Modellvergleich CMIP7 stufen van Vuuren et al. (2026) im Szenarioprotokoll ScenarioMIP für CMIP7 die hochemissive Konzentration von SSP5-8.5 (auch SSP5 8.5 geschrieben, im Vorgänger-Framework RCP 8.5) als nicht mehr plausibel ein, weil gesunkene Kosten für Erneuerbare, Klimapolitik und die jüngere Emissionsentwicklung dagegen sprechen. Das neue High-Szenario baut auf SSP3 auf und liegt im Strahlungsantrieb unter SSP5-8.5.
RCP 8.5 wurde als Konzentrationspfad mit 8,5 W/m² Strahlungsantrieb bis 2100 gerechnet und jahrelang als „Business as Usual“ gelesen. Diese Lesart trägt nicht mehr, weil der unterstellte Kohleausbau in dieser Größenordnung ausgeblieben ist. Als oberer Rand einer Bandbreite bleibt der Pfad brauchbar, als wahrscheinlichste Zukunft nicht.
In aller Regel nein, solange im Bericht steht, wozu du den Pfad benutzt hast. In Prüfungs- und Bankgesprächen ist nicht die Frage, ob 8.5 gerechnet wurde, sondern warum. Ohne Rückfrage durchgegangen ist bisher diese Kombination: SSP2-4.5 (RCP 4.5) als Planungsfall, SSP5-8.5 (RCP 8.5) als Stresstest am oberen Risikorand, rund 85. Perzentil, und SSP1-2.6 (RCP 2.6) für den Transitions- und Regulierungsdruck. Für die hochaufgelöste Standortrechnung kamen dabei die RCP-Läufe aus EURO-CORDEX zum Einsatz, die gröberen SSP-Daten nur als Kontrollschicht. Wer 8.5 dagegen als erwartete Zukunft ausweist, bekommt die Rückfrage.
Meine Position dazu ist unbequemer als die Debatte selbst: Bei den wenigsten Unternehmen, mit denen ich spreche, ist Klimarisiko überhaupt angekommen. Regulatorische und geopolitische Risiken wirken in Gesprächen mit Geschäftsführungen unmittelbarer als physische, also landet die Szenarioarbeit hinten in der Priorität. Sie scheitert selten an der Methode und fast immer an der Reihenfolge.
Für laufende Analysen heißt das: Pfad behalten, Begründung nachschärfen. Wer die Szenariowahl als Bandbreite dokumentiert statt als Prognose, ist von der Plausibilitätsdebatte inhaltlich nicht betroffen.
Die Shared Socioeconomic Pathways (SSP) stammen aus dem Umfeld des Sechsten Sachstandsberichts (AR6) des IPCC. Die älteren Representative Concentration Pathways (RCP) legen nur Treibhausgaskonzentrationen und Strahlungsantrieb fest. Die SSP koppeln jeden Pfad zusätzlich an ein sozioökonomisches Narrativ aus Bevölkerung, Wirtschaft, Technologie und Governance. Die Zuordnung läuft über den Strahlungsantrieb im Jahr 2100, sie ist ähnlich, aber nicht identisch: Die Annahmen dahinter unterscheiden sich.
| SSP | RCP-Entsprechung | Strahlungsantrieb 2100 | Narrativ |
|---|---|---|---|
| SSP1-1.9 | keine direkte Entsprechung | 1,9 W/m² | Nachhaltigkeit, „Taking the Green Road“ |
| SSP1-2.6 | RCP 2.6 | 2,6 W/m² | Nachhaltigkeit, „Taking the Green Road“ |
| SSP2-4.5 | RCP 4.5 | 4,5 W/m² | „Middle of the Road“, moderater Wandel |
| SSP3-7.0 | keine direkte Entsprechung | 7,0 W/m² | Regionale Rivalität, „A Rocky Road“ |
| SSP5-8.5 | RCP 8.5 | 8,5 W/m² | Fossile Entwicklung, „Taking the Highway“ |
SSP1-1.9 zielt auf maximal 1,5 °C, im Einklang mit dem ambitioniertesten Ziel des Pariser Abkommens. Für Unternehmen bedeutet das Nettonull bis 2050, einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energieträgern und sehr hohe Stranded-Asset-Risiken. Das Szenario setzt in der zweiten Jahrhunderthälfte auf Carbon-Removal-Technologien, deren Skalierbarkeit umstritten ist. Als gesicherte Grundlage würde ich sie nicht einplanen.
SSP1-2.6 ist Nachhaltigkeit mit 2-Grad-Ziel: Die CO₂-Emissionen sinken ab 2020 kontinuierlich, Nettonull wird in der zweiten Jahrhunderthälfte erreicht. Die Transitionsrisiken sind hoch, aber es bleibt Anpassungszeit. Als Paris-aligned Szenario bildet es Regulierungs- und Transformationsdruck ab, relevant etwa für erneuerbare Energien und CleanTech.
SSP2-4.5 (RCP 4.5, auch SSP2 4.5 geschrieben) ist das realistische Mittelszenario: Die CO₂-Emissionen bleiben laut IPCC AR6 bis zur Jahrhundertmitte etwa auf heutigem Niveau, die Erwärmung liegt bei rund 2,7 °C bis 2100 (sehr wahrscheinlich 2,1 bis 3,5 °C). Physische und transitorische Risiken halten sich die Waage, die regulatorischen Verschärfungen kommen graduell. Daher ist es die Baseline für mittelfristige Planung, und als RCP 4.5 liegt es für Europa hochaufgelöst vor.
SSP3-7.0 beschreibt eine fragmentierte Welt mit Nationalismus und schwacher internationaler Kooperation, Erwärmung von rund 3,6 °C bis 2100 (sehr wahrscheinlich 2,8 bis 4,6 °C). Die physischen Risiken sind hoch, die regulatorische Landschaft zersplittert, Handelsbarrieren wachsen. Ich nenne es den vergessenen Worst Case, weil selbst bei moderatem Klimawandel schwache Governance zu gravierenden Geschäftsauswirkungen führen kann. Besonders relevant ist es bei Lieferkettenanalysen und geopolitisch exponierten Portfolios.
SSP5-8.5 (das frühere RCP 8.5, Schreibvarianten SSP5 8.5 und SSP5-8.5) ist das energiereichste der Szenarien: 8,5 W/m² Strahlungsantrieb bis 2100 und rund 4,4 °C globale Erwärmung gegenüber vorindustriellem Niveau (sehr wahrscheinlich 3,3 bis 5,7 °C). Der Pfad unterstellt rapides Wachstum auf fossiler Basis, CO₂-Konzentrationen über 1.100 ppm, höchste physische Risiken (Extremwetter, Dürren, Meeresspiegelanstieg bis etwa 1 m, bei Instabilität der Eisschilde deutlich mehr) und niedrige Transitionsrisiken, weil der Pfad keine zusätzliche Klimapolitik unterstellt. Die Erwärmungsspanne stützt sich auf IPCC AR6, Kapitel 4.
Warum rechne ich trotzdem mit RCP-Entsprechungen? EURO-CORDEX, das zentrale regionale Klimamodell-Ensemble für Europa, liefert Projektionen auf einem 12,5-km-Raster, bislang aber vor allem für RCP-Szenarien. Die SSP-Läufe sind nur teilweise und laufend verfügbar, die globalen SSP-Projektionen aus CMIP6 liegen bei rund 100 km Auflösung und reichen für Standortanalysen in der Regel nicht aus. Mein Ansatz: RCP 4.5 und RCP 8.5 als Hauptszenarien für die Standortanalyse, ergänzt durch eine Delta-Verarbeitung, also die Berechnung von Veränderungssignalen aus den groben SSP-Projektionen und ihre Übertragung auf die RCP-Basisdaten. Das bleibt konsistent mit dem IPCC-Stand, ohne die räumliche Präzision zu verlieren. Das ist kein Rückschritt, sondern der pragmatische Stand für europäische Standortanalysen.
| Szenario | Erwärmung 2041 bis 2060 (°C) | Erwärmung 2081 bis 2100 (°C) | Physische Risiken | Transitorische Risiken |
|---|---|---|---|---|
| SSP1-1.9 | 1,6 | 1,4 | Sehr niedrig | Sehr hoch |
| SSP1-2.6 | 1,7 | 1,8 | Niedrig | Hoch |
| SSP2-4.5 | 2,0 | 2,7 | Mittel | Mittel |
| SSP3-7.0 | 2,1 | 3,6 | Hoch | Niedrig bis mittel |
| SSP5-8.5 | 2,4 | 4,4 | Sehr hoch | Niedrig |
Die Unterschiede zwischen den Szenarien sind bis zur Mitte des Jahrhunderts oft geringer als die langfristigen Divergenzen, weil das Klimasystem träge auf veränderte Konzentrationen reagiert. Über 2050 hinaus werden sie fundamental und gehören bei Investitionen mit langen Lebenszyklen zwingend in die Rechnung.
Zum Ausblick: CMIP7 und der nächste IPCC-Zyklus ändern die Pfade, aber nicht sofort deine Daten. Bis CMIP7-Ergebnisse regional heruntergerechnet vorliegen, rechne ich nach meiner Einschätzung mit mehreren Jahren. Für Analysen, die jetzt anstehen, ändert sich zunächst nur die Begründung der Szenariowahl, nicht die Datenbasis.
Erst nach der Mitte des Jahrhunderts laufen die Szenarien deutlich auseinander. Wer den Median eines einzelnen Pfades ausweist, bildet für den planungsrelevanten Zeitraum kaum einen Unterschied ab und unterschätzt zugleich die Streuung. Was zählt, sind das 15. und das 85. Perzentil der Ensemblebandbreite. Genau dafür ist RCP 8.5 nützlich, nicht als wahrscheinlicher Verlauf, sondern als oberer Rand, gegen den du deine Auslegung testest.
Wie groß der Unterschied wird, zeigt ein Parameter aus der Praxis. Bei Hitzetagen über 30 Grad (im DWD-Klimaatlas „Heiße Tage“) liegen die Projektionen für RCP 2.6, 4.5 und 8.5 je Standort und Zeitraum weit auseinander, und die Abstände wachsen zum Jahrhundertende. Wer nur einen dieser Werte ausweist statt der Spannweite, unterschätzt das Risiko, unabhängig davon, welchen er wählt. Die konkreten Tageswerte rechne ich je Standort, sie gehören in die Analyse und nicht in einen Übersichtsartikel.
Die Unterscheidung zwischen physischen Risiken und Übergangsrisiken entscheidet, welche Pfade du brauchst. Physische Risiken folgen aus Extremwetter, Hitze, Hochwasser und Dürre, Übergangsrisiken aus Regulierung, Technologiewandel und Marktveränderung, zum Beispiel durch das EU ETS 2 ab 2028 als CO₂-Kostentreiber für Gebäudeheizung und Transport. SSP5-8.5 deckt vor allem das physische Ende ab, SSP1-2.6 das transitorische, SSP2-4.5 die Mitte. Mehr zum Zusammenspiel von Mitigation und Adaptation steht in einem eigenen Artikel.
Die Auswahl hängt von der Branche ab. Die Tabelle zeigt, was ich je Branche als Ausgangsbandbreite ansetze:
| Branche | Dominantes Risiko | Szenariobandbreite |
|---|---|---|
| Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie | Rohstoffpreisvolatilität (SSP3), physische Extremrisiken (SSP5) | SSP2-4.5, SSP3-7.0, SSP5-8.5 |
| Energiewirtschaft und Utilities | Stranded Assets, „Late Action“-Risiko | gesamtes Spektrum SSP1-2.6 bis SSP5-8.5 |
| Versicherungen und Finanzdienstleister | Ausfallrisiken bei schwacher Governance (SSP3) | gesamtes Spektrum |
| Immobilien und Infrastruktur | Lebenszyklen von 30 bis 100 Jahren, Meeresspiegel, Flussgebiete | SSP2-4.5, SSP5-8.5 |
| Automotive, Handel und Dienstleistung | Hagel auf Außenflächen, Hitze in Gebäuden, Heizungskosten | SSP2-4.5, SSP5-8.5, SSP1-2.6 für Transitionsrisiken |
| Produzierende Industrie und Lieferketten | Fragmentierung und klimavulnerable Zulieferer (SSP3) | SSP2-4.5, SSP3-7.0, SSP5-8.5 |
| Technologie und Software | Regulierung und Marktnachfrage statt physischer Risiken | SSP1-2.6, SSP2-4.5, SSP3-7.0 |
Wie das in einem Projekt aussah: Bei einem mittelständischen Automobilhändler mit Fahrzeughandel, Transport, Immobilien und mehreren Standorten in Deutschland fiel die Wahl auf RCP 4.5 und RCP 8.5 als Hauptszenarien, SSP-Daten kamen über die Delta-Verarbeitung als Kontrolle hinzu. Die Projektionszeiträume 2031 bis 2040 und 2041 bis 2070 wurden gegen die Referenzperiode 1991 bis 2020 gespiegelt, so wurden standortspezifische Veränderungen sichtbar statt pauschaler Branchentrends. Ergebnis: Hagelrisiko für Außenlagerflächen als Top-Risiko (zur Datenlage siehe Hagelhäufigkeit in Deutschland), Hitzebelastung in älteren Gebäuden als chronisches Risiko, ETS-2-Kosten für fossile Heizungen als Transitionstrigger. Erst die Kombination beider Szenarien machte den Nutzen von PV-Überdachungen rechenbar: Hagelschutz, Eigenstrom und Ladeinfrastruktur aus einer Investition. Zur vollständigen Case Study.
Schritt 1: Bestandsaufnahme. Erfasse deine Klimarisiken und sozioökonomischen Exposures. Eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse hilft, die Handlungsfelder zu priorisieren. Zentrale Fragen: Welche Standorte sind physisch exponiert? Wie abhängig bist du von klimasensitiven Ressourcen? Wie kritisch ist politische Stabilität für deine Lieferketten?
Schritt 2: Szenarien auswählen. Wähle mindestens zwei bis drei Pfade. Als Daumenregel: Langfristige Infrastruktur braucht SSP2-4.5 und SSP5-8.5, fossil-exponierte Branchen zusätzlich SSP1-2.6, globale Lieferketten SSP2-4.5 und SSP3-7.0. Für die erste Analyse ist RCP 4.5 plus RCP 8.5 mit SSP-Kontrolle der bewährte Einstieg.
Schritt 3: Daten beschaffen. Für Standortwerte gibt es frei verfügbare Quellen, die sich in Szenarien und Auflösung stark unterscheiden:
| Quelle | Szenarien | Räumliche Auflösung | Kosten |
|---|---|---|---|
| Copernicus Climate Change Service (C3S) | CMIP6 (SSP1-2.6, SSP2-4.5, SSP3-7.0, SSP5-8.5) und CORDEX | global grob, regional je nach Datensatz | kostenlos, mit Registrierung |
| Deutscher Wetterdienst (DWD), Klimaatlas | RCP 2.6, 4.5, 8.5 | Deutschland und Bundesländer | kostenlos |
| EURO-CORDEX | RCP 2.6, 4.5, 8.5; SSP-Läufe teilweise | 12,5 km | kostenlos, Aufbereitung erforderlich |
| ISIMIP | SSP1-2.6, SSP3-7.0, SSP5-8.5 (bias-adjustiert) | 0,5° (rund 50 km) | kostenlos |
Die Quellen sind kostenlos, die Arbeit ist es nicht. Rasterdaten liefern Werte je Gitterzelle, nicht je Standort. Mit einem Service, der dir fertige Szenariowerte für deine Adressen liefert, hat das wenig zu tun: Zwischen Rasterzelle und Standortaussage liegen Bias-Korrektur, Auswahl der Modelle, die Berechnung von Perzentilen und die Frage, ob lokale Ereignisse wie Hagel in der Auflösung überhaupt abgebildet sind. Wo du ein Raster ablesen kannst, reicht die Gratisdaten-Route. Wo eine Investition an der Zahl hängt, beginnt die standortscharfe Auswertung. Für die Transitionsrisiken kommen der IPCC AR6 Szenarien-Bericht und der World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur (IEA) mit seinen Szenarien zu geltender, erklärter und Netto-Null-Politik hinzu.
Schritt 4: Anpassungsstrategien entwickeln. Priorisiere nach Robustheit über die Szenarien hinweg: „No-Regret“-Maßnahmen sind unter allen Pfaden sinnvoll (Energieeffizienz, Wassereffizienz, Lieferantendiversifikation), „Low-Regret“-Maßnahmen in den meisten (Erneuerbare, Kreislaufwirtschaft). Dazu kommen flexible Optionen wie modulare Infrastruktur und szenariospezifische Maßnahmen mit klaren Auslösern.
Schritt 5: Dokumentieren und beobachten. Halte je Szenario fest: Pfad, Zeithorizont, Datenquelle, Perzentil und die Begründung, warum genau dieser Pfad für diese Entscheidung gewählt wurde. Wer das in einer halben Seite festhält, muss in der Prüfung nichts rekonstruieren. Szenarien sind keine Prognosen, sondern Explorationswerkzeuge: Prüfe Leitindikatoren quartalsweise, den vollständigen Stand jährlich und anlassbezogen bei großen Investitionen, Übernahmen oder geopolitischen Schocks.
Neu bei RCP und SSP? Den vollständigen Einstieg in beide Frameworks gibt es hier: RCP & SSP Klimaszenarien: Praxis-Guide 2026.
ESG- und Nachhaltigkeitsberater in Hamburg mit Schwerpunkt auf VSME‑Berichterstattung, CO₂-Bilanzen und Klimarisikoanalysen. Arbeitet für Mittelstand, Investoren und Finanzinstitute und hat die VSME-Software VSEasy zusammen mit Kunden entwickelt.
Zur PersonRCP steht für Representative Concentration Pathway, auf Deutsch repräsentativer Konzentrationspfad. Ein RCP beschreibt, wie sich die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre ...
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