Von Johannes Fiegenbaum am 07.01.26 15:29
Die kommunale Wärmeplanung Hamburg entwickelt sich zum entscheidenden Faktor für Gewerbeimmobilien. Bis Mitte 2026 muss Hamburg seinen Wärmeplan vorlegen – ein strategisches Instrument, das die Wärmeversorgung der gesamten Stadt bis 2045 klimaneutral gestalten soll. Für Eigentümer von Gewerbeimmobilien bedeutet dies: Wer jetzt nicht plant, riskiert Stranded Assets, verschlechterte Finanzierungsbedingungen und dramatische Wertverluste.
Der Handlungsdruck ist sachlich begründet: Wärme ist in Hamburg für fast die Hälfte der CO₂-Emissionen verantwortlich – sie ist damit der größte Einzelhebel im Hamburger Klimaplan. Die Kombination aus Hamburgs verschärften Klimazielen (eine CO₂-Reduktion um 70 Prozent bis 2030 und Klimaneutralität bis 2040 statt 2045) und der kommunalen Wärmeplanung schafft einen nie dagewesenen Transformationsdruck – gerade für gewerbliche Gebäude, wo Heizung und Prozesswärme zusammen das größte Minderungspotenzial aufweisen.
Hamburg ist als Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern verpflichtet, bis zum 30. Juni 2026 eine vollständige kommunale Wärmeplanung gemäß Wärmeplanungsgesetz zu beschließen. Dieser Plan ist weit mehr als ein bürokratisches Dokument – er definiert faktisch, welche Technologien zur Wärmeversorgung in welchen Gebieten wirtschaftlich sinnvoll und perspektivisch verfügbar sein werden. Die Stadt arbeitet bereits intensiv an dieser Planung und hat wichtige Meilenstein-Ergebnisse veröffentlicht.
Das Wärmeportal Hamburg zeigt bereits jetzt zwei zentrale Karten: Die Wärmenetz-Eignungskarte identifiziert Gebiete, wo Fernwärme ausgebaut wird, und die Wärmepumpen-Potenzialkarte weist Bereiche für dezentrale Lösungen aus. Diese Grundlage bildet den Wegweiser für alle zukünftigen Investitionsentscheidungen im Gebäudebestand.
In Hamburg leben bereits heute zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger in Gebieten mit begonnener oder abgeschlossener Wärmeplanung. Die Hamburger Energiewerke versorgen aktuell rund 538.000 Haushalte mit Fernwärme – das entspricht einer der höchsten Fernwärmedichten in Deutschland. Parallel zeigt die Potenzialanalyse, dass über 99 Prozent der Gebäude außerhalb von Wärmenetzeignungsgebieten mit Wärmepumpen versorgt werden können.
Die strategische Botschaft ist eindeutig: Hamburg setzt auf ein duales System aus verdichteten Wärmenetzen in urbanen Kernzonen und dezentralen Wärmepumpen in Gebieten mit geringerer Bebauungsdichte. Für Gewerbeimmobilien-Eigentümer bedeutet dies, dass sie sehr zeitnah wissen müssen, in welcher Zone ihre Objekte liegen – denn davon hängen Investitionsentscheidungen, Fördermöglichkeiten und letztlich die Vermietbarkeit ab.
Der finale Beschluss der kommunalen Wärmeplanung erfolgt Mitte 2026. Bis dahin können Unternehmen und Bürger das Wärmeportal Hamburg nutzen, um erste Informationen zu Eignungsgebieten und Potenzialanalyse zu erhalten. Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) koordiniert die Planung und stellt Fachinformationen über verschiedene Kanäle zur Verfügung – vom Web Map Service (WMS) für Kartographie bis hin zu Kontakt-Möglichkeiten für detaillierte Auskunft.
Hamburg konzentriert den Fernwärmeausbau auf verdichtete urbane Gebiete, wo eine hohe Anschlussdichte wirtschaftlich darstellbar ist. Die bereits veröffentlichte Wärmenetz-Eignungskarte auf dem Portal zeigt drei Kategorien: Gebiete mit bereits verfügbarer Fernwärme (dunkelorange), Gebiete mit geplantem Ausbau (orange) und Gebiete, in denen Fernwärme wirtschaftlich nicht sinnvoll ist (blau).
Konkrete Ausbaugebiete umfassen insbesondere innerstädtische Quartiere mit Mehrfamilienhäusern und Gewerbeflächen. Wilhelmsburg nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein: Das Reallabor „Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg" (IW3) entwickelt dort eine nahezu CO₂-freie Wärmeversorgung mit Geothermie, die bereits über 3.700 Wohneinheiten versorgt. Die Geothermie-Anlage soll ab 2026 schrittweise in Betrieb gehen und rechnerisch bis zu 6.000 Haushalte mit klimaneutraler Erdwärme versorgen – ein zentraler Baustein der Hamburger Wärmewende.
Die HafenCity profitiert ebenfalls vom Fernwärmeausbau, da die dichte Bebauung und die Nähe zu industrieller Abwärme eine effiziente Wärmeversorgung ermöglichen. Die Hamburger Energiewerke planen bis 2028, den Anteil erneuerbarer Energien in ihren Wärmenetzen deutlich zu steigern.
Die wirtschaftliche Bewertung von Fernwärme versus Wärmepumpe ist komplex und hängt von zahlreichen Faktoren ab: Gebäudegröße, Stand der Energieeffizienz, Wärmebedarf, Fördermöglichkeiten und zeitliche Perspektive bis 2040/2045. Die jüngste Entwicklung zeigt allerdings: Ja, Fernwärme in Hamburg wird teurer.
Die Fernwärmepreise der Hamburger Energiewerke sind seit dem 1. Mai 2025 für Neukunden um fast ein Drittel gestiegen – Bestandskunden folgen ab Juli 2026 schrittweise. Dies erhöht den Druck auf Eigentümer, die Wirtschaftlichkeit genau zu kalkulieren und mögliche weitere Preissteigerungen in Szenarien einzuplanen.
Die Anschaffungskosten für einen Fernwärmeanschluss liegen typischerweise zwischen 10.000 und 20.000 Euro – deutlich niedriger als bei einer Wärmepumpe. Die Förderung ist jedoch an Bedingungen geknüpft: Hamburg fördert Wärmenetzanschlüsse nur, wenn die Fernwärme zu einem substanziellen Anteil aus erneuerbaren Energien stammt.
Kritischer Risikofaktor: Der Hamburger Klimaplan weist explizit auf die Unsicherheit der Bundesförderung hin. Die Weiterentwicklung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) versus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) ist noch nicht abschließend geklärt. Diese regulatorische Unklarheit kann Investitionen der Netzbetreiber bremsen und perspektivisch zu höheren Fernwärmepreisen führen.
Die jährlichen Betriebskosten für ein Gewerbegebäude mit einem Wärmebedarf von 20.000 kWh liegen bei etwa 3.000 bis 3.400 Euro pro Jahr (bei einem durchschnittlichen Arbeitspreis von 15-17 Cent/kWh). Hinzu kommen hohe Grundpreise von 40-60 Euro pro Monat. Die Gesamtbetriebskosten sind damit um 40-50 Prozent höher als bei einer Wärmepumpe.
Die Investitionskosten für Wärmepumpen liegen zwischen 27.000 und 50.000 Euro, abhängig von der Wärmequelle (Luft, Erdwärme, Grundwasser). Die hohen Kosten werden jedoch durch großzügige Förderung ausgeglichen: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet bis zu 70 Prozent Zuschuss. Hamburg stockt diese Förderung seit Februar 2025 zusätzlich um 20 Prozent auf – bei Inanspruchnahme der BEG-Basisförderung gibt die IFB Hamburg einen weiteren Zuschuss.
Die Netto-Investition nach Förderung liegt damit bei 15.000 bis 30.000 Euro – vergleichbar oder sogar niedriger als bei Fernwärme. Die jährlichen Betriebskosten sind deutlich geringer: Bei einem Strompreis von 25-36 Cent/kWh und einer Jahresarbeitszahl von 3,5-4,0 liegen die Heizkosten für 20.000 kWh Wärmebedarf bei nur 1.800 bis 2.000 Euro pro Jahr.
Realistische Einordnung zu Wärmepumpen: Der Hamburger Klimaplan zeigt klar, dass Wärmepumpen bisher eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielen – der Bestand ist noch klein. Der notwendige Hochlauf bis 2030 ist sehr ambitioniert und hängt von mehreren Faktoren ab: ausreichende Netzausbau-Kapazitäten, verfügbare Handwerker-Ressourcen und zügige Genehmigungsverfahren.
Eine der zentralen Fragen für Gewerbeimmobilien-Eigentümer lautet: Wann greift eine Anschlusspflicht an Fernwärmenetze? Die rechtliche Grundlage für kommunale Anschluss- und Benutzungspflichten liegt in den Gemeindeordnungen der Bundesländer. Hamburg hat bisher keine flächendeckende Anschlusspflicht für Fernwärme eingeführt – anders als beispielsweise einige Kommunen in Baden-Württemberg oder Bayern.
Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits 2006 bestätigt, dass ein kommunaler Anschlusszwang für Fernwärme aus Gründen des Klimaschutzes mit Bundes- und Europarecht vereinbar ist – insbesondere wenn die Fernwärme aus erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung stammt. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz erlaubt Gemeinden explizit, Anschluss- und Benutzungszwang zum Zwecke des Klima- und Ressourcenschutzes anzuordnen.
Für Hamburg bedeutet dies: Sobald der Wärmeplan 2026 beschlossen ist, könnte die Stadt in ausgewiesenen Vorranggebieten selektive Anschlusspflichten einführen – insbesondere in Neubaugebieten und bei umfassenden Sanierungen. Der aktuelle politische Fokus liegt allerdings zunächst auf Anreizen statt Zwang.
Hamburg ist vom Klimawandel in mehrfacher Hinsicht bedroht: Als Küstenstadt mit großer Fläche an Wasserflächen sind physische Risiken wie Sturmfluten, Starkregen und Hitzeperioden real. Die verschärften Klimaziele (Hamburg 2040 statt 2045) reflektieren diese Dringlichkeit. Für Gewerbeimmobilien bedeutet dies konkret: Klimarisiken werden zu finanziellen Risiken.
Stranded Assets sind Vermögenswerte, die vorzeitig an Wert verlieren, weil sie ökologische oder regulatorische Standards nicht erfüllen. In Deutschland sind bis zu zwei Drittel der Büroimmobilien von diesem Risiko betroffen, wenn sie nicht zeitnah modernisiert werden. Die Haupttreiber für Wertverluste sind:
Die Wärmeplanung ist nicht nur eine technische oder wirtschaftliche Frage – sie ist zentral für die ESG-Compliance und den Asset Value von Gewerbeimmobilien. Während große Konzerne zur umfassenden Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD verpflichtet sind, entwickelt sich der VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting for SMEs) zum De-facto-Standard für den Mittelstand.
Die VSME-Berichterstattung wird für mittelständische Immobilien-Portfolios zunehmend zur Notwendigkeit – nicht wegen einer formalen Rechtspflicht, sondern weil sie als „Antwort-Schablone" für die gesamte Wertschöpfungskette funktioniert. Durch das EU-Omnibus-Paket vom November 2025 wurden viele mittelgroße Unternehmen aus der CSRD-Pflicht herausgenommen. Dennoch bleiben Supply-Chain-Anforderungen bestehen: Große CSRD-pflichtige Unternehmen fordern von ihren Lieferanten und Dienstleistern weiterhin ESG-Daten ein.
Für Gewerbeimmobilien bedeutet dies konkret:
Hamburg bietet mehrere Förderbausteine für die Dekarbonisierung von Gewerbeimmobilien:
Hamburger Heizungsförderung: 20 Prozent Zuschuss auf förderfähige Investitionsausgaben für Wärmepumpen und Umfeldmaßnahmen, maximal 100.000 Euro je Nichtwohngebäude.
Energetische Modernisierung von Gewerbeimmobilien: Bis 2027 stehen acht Millionen Euro für Dämmung, Gebäudehülle und Maßnahmen zur CO₂-Reduktion bereit.
Unternehmen für Ressourcenschutz (UfR): Fördert die Betriebskosten von Prozesswärme-Wärmepumpen für bis zu fünf Jahre – ein einzigartiges Programm, das die laufenden Mehrkosten des Umstiegs von fossilen Brennstoffen auf Wärmepumpen ausgleicht.
Die Kombination dieser Programme ermöglicht es Gewerbeimmobilien-Eigentümern, die Transformation mit minimiertem finanziellen Risiko anzugehen. Entscheidend ist jedoch die frühzeitige Planung: Förderanträge müssen 3-6 Monate Vorlauf einkalkulieren, und die Mittel sind begrenzt.
Die erfolgreiche Transformation von Gewerbeimmobilien erfordert eine strukturierte Vorgehensweise:
Führt eine systematische Bestandsaufnahme aller Gewerbeimmobilien durch:
Hamburg bietet für diese Erstanalyse mehrere kostenlose Tools: Der CSRD Klimarisiko Quick-Check von Fiegenbaum Solutions ermöglicht eine strukturierte Erstbewertung.
Prüft für jede Immobilie den Status in der Hamburger Wärmeplanung:
Erstellt für priorisierte Immobilien detaillierte Business Cases mit mehreren Szenarien:
Sobald die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen ist:
Integriert die Wärmewende systematisch in eure ESG-Strategie:
Je nach Ausgangssituation ergeben sich unterschiedliche Handlungsoptionen:
Für Portfolio-Halter mit mehreren Gewerbeimmobilien:
Für Einzelobjekt-Eigentümer:
Für Immobilien mit hohem Stranded-Asset-Risiko:
Für gewerbliche Immobilien mit hohem Prozesswärmebedarf:
Die Hamburger Wärmeplanung 2026 ist kein abstraktes Planungsdokument – sie ist der zentrale Wegweiser für die energetische Zukunft von Gewerbeimmobilien. Die Kombination aus verschärften Klimazielen (Hamburg 2040), kommunaler Wärmeplanung (Frist Mitte 2026) und ESG-Anforderungen schafft einen Handlungsdruck, der historisch beispiellos ist.
Die Kernbotschaften:
Der 18-Monats-Horizont: Bis Mitte 2026 wird Hamburg seinen Wärmeplan beschließen. Bis dahin solltet ihr eure Portfolio-Screenings abgeschlossen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen erstellt und idealerweise die ersten Förderanträge gestellt haben. Wer diesen Zeitrahmen verpasst, agiert reaktiv statt proaktiv – mit allen damit verbundenen Risiken für Asset-Value, Finanzierung und Vermietbarkeit.
Die Wärmewende ist nicht nur eine technische Transformation – sie ist eine strategische Chance zur Asset-Value-Sicherung. Hamburg bietet mit seiner ambitionierten Wärmeplanung, den umfassenden Förderprogrammen und der transparenten Informationspolitik grundsätzlich gute Rahmenbedingungen. Gewerbeimmobilien-Eigentümer, die jetzt handeln und ihre Transformation in ein strukturiertes VSME-Reporting einbetten, sichern nicht nur ihren Bestand, sondern positionieren sich als Vorreiter in einem Markt, der Nachhaltigkeit zunehmend als Wettbewerbsvorteil versteht.
Hat Hamburg eine kommunale Wärmeplanung?
Ja, Hamburg ist als Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern verpflichtet, bis zum 30. Juni 2026 eine vollständige kommunale Wärmeplanung gemäß Wärmeplanungsgesetz zu beschließen. Die Stadt arbeitet bereits intensiv daran und hat über das Wärmeportal Hamburg erste Ergebnisse veröffentlicht: Die Wärmenetz-Eignungskarte zeigt, wo Fernwärme ausgebaut wird, und die Wärmepumpen-Potenzialkarte identifiziert Gebiete für dezentrale Lösungen.
Wann kommt die kommunale Wärmeplanung?
Der finale Beschluss der kommunalen Wärmeplanung erfolgt Mitte 2026. Bis dahin können Unternehmen und Bürger das Wärmeportal Hamburg nutzen, um erste Informationen zu Eignungsgebieten und Potenzialanalyse zu erhalten. Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) koordiniert die Planung und stellt laufend aktualisierte Fachinformationen zur Verfügung.
Wird Fernwärme in Hamburg teurer?
Ja, die Fernwärmepreise der Hamburger Energiewerke sind seit dem 1. Mai 2025 für Neukunden um fast ein Drittel gestiegen – Bestandskunden folgen ab Juli 2026 schrittweise. Die jährlichen Betriebskosten für Fernwärme liegen damit um 40-50 Prozent höher als bei einer Wärmepumpe. Eigentümer sollten daher in ihren Wirtschaftlichkeitsberechnungen Szenarien mit weiteren Preissteigerungen einplanen.
Ist Hamburg vom Klimawandel bedroht?
Ja, Hamburg ist als Küstenstadt vom Klimawandel in mehrfacher Hinsicht bedroht: Physische Risiken wie Sturmfluten, Starkregen und Hitzeperioden sind real. Die verschärften Klimaziele (Hamburg 2040 statt 2045) reflektieren diese Dringlichkeit. Für Gewerbeimmobilien bedeutet dies konkret: Klimarisiken werden zu finanziellen Risiken. Immobilien ohne systematisches Klimarisiko-Assessment sind schwer finanzierbar und erleiden Wertverluste von 10-15 Prozent.
Welche Förderprogramme gibt es für Gewerbeimmobilien in Hamburg?
Hamburg bietet mehrere Förderbausteine: Die Hamburger Heizungsförderung mit 20 Prozent Zuschuss (max. 100.000 Euro je Nichtwohngebäude), energetische Modernisierung von Gewerbeimmobilien (8 Mio. Euro bis 2027) und das UfR-Programm, das Betriebskosten von Prozesswärme-Wärmepumpen für bis zu fünf Jahre fördert. In Kombination mit der Bundesförderung (BEG) sind bis zu 70-90 Prozent Förderquote möglich.
Wann greift eine Anschlusspflicht an Fernwärmenetze?
Hamburg hat bisher keine flächendeckende Anschlusspflicht eingeführt. Sobald der Wärmeplan 2026 beschlossen ist, könnte die Stadt in ausgewiesenen Vorranggebieten selektive Anschlusspflichten einführen – insbesondere in Neubaugebieten und bei umfassenden Sanierungen. Der aktuelle politische Fokus liegt allerdings zunächst auf Anreizen statt Zwang.
Wie finde ich heraus, ob meine Immobilie in einem Fernwärme-Vorranggebiet liegt?
Nutzt das Wärmeportal Hamburg und konsultiert die Wärmenetz-Eignungskarte auf dem Hamburger Geoportal. Die Karte zeigt drei Kategorien: Gebiete mit bereits verfügbarer Fernwärme (dunkelorange), Gebiete mit geplantem Ausbau (orange) und Gebiete, in denen Fernwärme wirtschaftlich nicht sinnvoll ist (blau). Für Details und Eignungsprüfung steht die BUKEA mit Auskunft zur Verfügung.
ESG- und Nachhaltigkeitsberater mit Schwerpunkt auf VSME‑Berichterstattung und Klimarisikoanalysen. Begleitet seit 2014 über 300 Projekte für den Mittelstand und Konzerne – unter anderem Commerzbank, UBS und Allianz.
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